Blogparade: Lieblingslied im alten Gotteslob/Gesangbuch

2013-11-18_0001

 

Anlässlich des Erscheinen des neuen Gotteslobes hat unser Bistum Prominente nach ihrem Lieblingslied im neuen Gotteslob gefragt. Nun bin ich weder prominent, noch kenne ich die neuen Lieder. Aber die Idee fand ich sehr spannend und interessant. Und so würde ich gerne eine Blogparade starten, allerdings zu dem Thema:

Eurer Lieblingslied im alten Gotteslob religiösen Gesangbuch*

Erzählt in eurem Blog die Geschichte zu eurem Lieblingslied, was es für euch bedeutet, ob es schon immer euer Lieblingslied war, welche Erinnerungen ihr damit verbindet. Veröffentlicht gerne den Text (wenn das rechtlich zulässig ist) oder ev. nur die Nummer und den Titel, oder vielleicht gibt es ja auch eine Version auf YouTube.

Wenn ihr kein Blog habt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr in den Kommentaren etwas dazu schreiben würdet.

Mein Lieblingslied:

Nun zu meiner Geschichte. Ich singe nicht gut, aber sehr gerne. In der Gemeinschaft in der Kirche kann ich aus voller Kehle mitsingen, ohne dass es stören würde. Je weniger Menschen da sind, um so leiser muss ich natürlich singen.

Es gibt sehr sehr viele Lieder, die ich sehr gerne mag und sehr gerne singe. Viele davon singt man, obwohl der Text, würde man ihn denn wörtlich nehmen, mit der Realität unseres Lebens heute nichts mehr zu tun hat, aber berührend sind sie dennoch.

Über mein Lieblingslied nachzudenken, verdanken ich übrigens unserer Messdienergemeinschaft, dem Weihrauchcafe. Die Jungs und Mädels haben nämlich auf ihren T-Shirts, neben ihrem Namen, auch immer eine dreistellige Zahl aufgedruckt, die Nummer ihres Lieblingsliedes im Gotteslob.

Mein Lieblingslied ist im Anhang des Bistum Trier, sicher auch noch in einigen anderen Bistümern, auf alle Fälle aber nicht im Hauptteil und ich habe gerade herausgefunden, dass es im neuen Gotteslob auch noch enthalten sein wird. Hier das Verzeichnis mit den Liedern für das Bistum Trier.

830 Seele dein Heiland ist frei von den Banden

Seele, dein Heiland ist frei von den Banden
glorreich und herrlich vom Tode erstanden
Freue dich, Seele, die Hölle erbebt
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt

Freue dich, Seele, die Hölle erlieget
Sünde und Satan und Tod sind besieget
Der im Triumphe vom Grab sich erhebt
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt

Fasse dich, Seele, sei tapfer im Streite
Jesus ist mit dir und kämpft dir zur Seite
Zage nicht, wenn auch der Tod dich umschwebt
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt

Für mich ist in diesem Lied die ganze christliche Botschaft enthalten. Die pure und reine Osterbotschaft, Jesus der Erlöser, unser Retter und der, der immer an unserer Seite ist.

Dieses Lied gibt mir Trost und Kraft. Im Gottesdienst wird es nur an ganz wenigen Tagen gesungen, aber in mir klingt es oft. Und die Hoffnung schwingt mit, dass auch meine Seele einst frei von den Banden des Irdischen sein wird und ich mit den Versuchungen dieser Welt so gut es geht gerungen und sie besiegt habe. Bis dahin ist es hoffentlich noch sehr weit, denn ich befinde mich noch mitten im Kampf ;-).

Aber, wie heißt es so schön in der 3. Zeile:

Fasse dich, Seele, sei tapfer im Streite
Jesus ist mit dir und kämpft dir zur Seite

Kann es ein schöneres Versprechen geben?

Und daher ist dieses Lied mein allerliebstes Lieblingslied.

Und nun seid ihr dran. Wenn ihr euch an dieser Blogparade beteiligen möchtet, dann weist bitte auf diesen Blogpost hin und verlinkt ihn. Bitte weist mich auf euren Beitrag hin, ich werde alle Links unter diesem Text aufführen, so dass hoffentlich eine schöne Sammlung entsteht. Ich behalte mir vor, Texte die rein zu SEO Zwecken verfasst wurden oder in irgendeiner Weise anstössig sind, nicht zu verlinken.

Nun bin ich sehr gespannt, was ihr zu eurem Lieblings-Gesangbuch-Lied zu erzählen habt.

* Anfangs hatte ich es aufs Gotteslob begrenzt, aber das ist ja wirklich ausgrenzend. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Beiträge aus euren religiösen Gesangsbüchern kommen, welche Religion das auch immer sein mag. Und jetzt bin ich natürlich noch gespannter.

Beiträge zur Blogparade:

 

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53 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Mein Lieblingslied steht natürlich im Evangelischen Gesangbuch, Ausgabe für Bayer und Thüringen, Nr. 66. (Das das aber im Stammteil ist, ist es in allen ev. Landeskirchen dieselbe Nummer):
    Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude

    Es ist ein Epiphaniaslied mit vielen Strophen. Ich zitiere mal auswendig:

    Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden!
    A und O, Anfang und Ende steht da.
    Gottheit und Menschheit vereinen sich beide,
    Schöpfer wie kommst du uns Menschen so nah!
    Himmel und Erde, erzählet´s den Heiden:
    Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

    Jesus ist kommen, nun springen die Bande,
    Stricke des Todes, sie reißen entzwei.
    Unser Durchbrecher, er ist nun vorhanden,
    er der Sohn Gottes, der machet recht frei.
    Bringet zu Ehren aus Sünden und Schanden;
    Jesus ist kommen, nun springen die Bande.

    Jesus ist kommen, der starke Erlöser
    bricht dem gewappneten Starken ins Haus,
    sprenget des Feindes befestigte Schlösser,
    führt die Gefangenen siegend heraus.
    Fühlst du den Stärkeren, Satan du Böser?
    Jesus ist kommen, der starke Erlöser.

    Das Lied hat noch gefühlte weitere 25 Strophen.

  2. Mein liebstes Lied im Evangelischen Gesangbuch ist „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ von Dietrich Bonhoeffer (eg 65). Ich kenne nichts Tröstlicheres, Mutmachenderes. Sehr mag ich auch „Die Nacht ist vorgedrungen“ von Jochen Klepper (eg 16), ein wunderbares Adventslied:

    1 Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern! So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern! Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein

    4 Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr, von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.

    Und meine katholischen Gene kommen hier zum Vorschein: „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ 😉

  3. 291

    „Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
    wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
    der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
    mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.

    Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
    kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
    Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
    dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.

    Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
    weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
    Ich will mich zeigen als sein Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
    des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.“

    Seit vielen Jahren mein absolutes Lieblingslied im Gotteslob. Es gibt mir Hoffnung, lässt mich vertrauen, dass sich alles zum Guten wendet.

  4. Pingback: Kommt herbei, singt dem Herrn | Editorial Notes

  5. Mein absolutes Lieblingslied ist im Gotteslob Nr. 639

    „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land,
    aus ewgem Stein erbauet von Gottes Meisterhand.
    Gott wir loben dich, Gott wir preisen dich.
    O laß im Hause dein uns all geborgen sein.“

    Es erinnert mich immer wieder an die schönen Momente während der Fronleichnamsprozession, wenn in der Kirche dieses Lied gesungen wird und die ganze Gemeinde in voller Lautstärke mitsingt. Da traut sich dann jeder so laut zu singen wie er kann und es ist immer wieder atemberaubend, wenn der Gesang die Orgel übertönt.

  6. Pingback: Blogparade: Mein Lieblingslied aus dem alten Gotteslob › Rosenkranz + Pilgerzeichen

  7. Die schöne Idee von Dir, Andrea, zeigt, wie reich beschenkt wir durch die frommen Lieder sind. Bei jedem Lied, von dem ich lese, klingt etwas in mir und bewegt sich. Ich habe kein Lieblingslied, sondern schätze je nach Lebenssituation das eine oder andere eine Zeit lang mehr.
    Heute wähle ich, obwohl ich so gerne singe, eines, das ich in der Regel bete und auswendig kann, so dass ich es immer bei mir habe: die seit 800 Jahren am Pfingstfest gesungene Pfingstsequenz (ursprünglich lateinischer Choral, sehr schön ins Deutsche übertragen). Es eignet sich auch gut als Stossgebet bzw. Fürbittgebet in schwierigen Situationen.

    Komm herab, o Heil’ger Geist,
    der die finstre Nacht zerreißt,
    strahle Licht in diese Welt.

    Komm, der alle Armen liebt,
    komm, der gute Gaben gibt,
    komm, der jedes Herz erhellt.

    Höchster Tröster in der Zeit,
    Gast, der Herz und Sinn erfreut,
    köstlich Labsal in der Not,

    In der Unrast schenkst Du Ruh,
    hauchst in Hitze Kühlung zu,
    spendest Trost in Leid und Tod.

    Komm, o Du glückselig Licht,
    fülle Herz und Angesicht,
    dring bis auf der Seele Grund.

    Ohne Dein lebendig Wehn
    kann im Menschen nichts bestehn,
    kann nichts heil sein noch gesund.

    Was befleckt ist, wasche rein,
    Dürrem gieße Leben ein,
    heile Du, wo Krankheit quält.

    Wärme Du, was kalt und hart,
    löse, was in sich erstarrt,
    lenke, was den Weg verfehlt.

    Gib dem Volk, das Dir vertraut,
    das auf Deine Hilfe baut,
    Deine Gaben zum Geleit.

    Lass es in der Zeit bestehn,
    Deines Heils Vollendung sehn
    und der Freuden Ewigkeit.

    Amen. Halleluja.

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  9. Hallo,
    wie kann es anders sein; Mein Lieblingslied im alten Gotteslob (und hoffentlich auch im neuen!) heißt „adoro te devote“ aus der Feder des heiligen Thomas. Für mich die eigentliche Hymne der Kirche übrigens.

    • Hallo Johannes !
      Offensichtlich haben uns unser Namenspatron das gleiche Lied als Lieblingslied ins Herz gelegt.
      Alle 7 Strophen des Liedes: “ Gottheit tief verborgen „, GL 546, berühren die Grundfesten unseres Glaubens und geben uns den Weg des Glaubens an.
      Dieses Lied darf bei keiner Aussetzung des HL. Altarskramentes fehlen und ich singe es mit voller Überzeugung.

  10. Pingback: Blogparade | Johannes Roger Hanses

  11. Hallo,
    ich habe einen Lieblingstext im alten Gotteslob, ein Gebet von Thomas von Aquin (7, 6).
    Es war meine erste Begegnung mit dem heiligen Thomas. Seine Worte umfassen ein ganzes Leben mit allen Höhen und Tiefen. Er läßt keine Situation aus – überall und jederzeit sind wir bei Gott und er bei uns.

    Ich habe das Gebet während einer langen Krankheitsphase entdeckt und es hat mein Leben verändert. Meine Beziehung zu Gott hat sich geändert. Ich habe mich ihm genähert und ihm einen neuen Platz in meinem Leben eingeräumt.

    Ich bedaure sehr, daß dieses Gebet nich mehr im neuen Gotteslob steht, aber deshalb habe ich immer einen Zettel mit diesem Gebet bei mir, wenn ich aus dem Haus gehe.

    • Lieber Torsten,
      auch ich liebe dieses Gebet sehr, es ist eines der schönsten und tiefsten, die ich kenne. Dass es nun nicht mehr im neuen GL steht, bedaure ich ebenfalls sehr.
      Ich hatte es in meiner Jugend durch ein Gebetszettelchen kennen und schätzen gelernt, auf dessen Vorderseite der hl. Thomas mit dem gekreuzigten Christus abgebildet war. Ich liebte diese Bildchen. Ein Mädchen aus unserer damaligen Jugendgruppe, das etwas jünger war als ich, bat mich, ihr dieses Gebetsbildchen zu schenken, und ich tat es – gerne , aber doch schweren Herzens. Erst einige Zeit später entdeckte ich das Gebet des hl. Thomas (in leicht abgewandelter Weise, wie ich es kannte) im „Gotteslob“ und freute mich riesig, das Gebet „wiedergefunden“ zu haben. Nun wird es wohl Zeit, sich auch einen solchen Zettel zu schreiben (oder auszudrucken), um dieses Gebet immer bei sich zu haben…
      Danke für den Hinweis!

      http://frischer-wind.blogspot.de/2012/01/zum-lob-und-ruhme-deines-namens.html

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  14. 828 im neuem GL: „Wäre Gesanges voll unser Mund“
    Wir singen das Lied zu Hause schon ganz oft und bald hoffentlich auch in der Kirche.

  15. 570 im alten GL: “ Salve Regina “
    Ich habe das Lied zum ersten Mal als Messdiener gesungen und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein ganz schöner Ohrwurm und zu Hause singen wir es auch oft. Da ich Latein in der Schule habe verstehe ich immer mehr und das ist schön.

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  19. Neben “ Adoro te devote „, das ich bereits kommentiert habe, liebe ich auch das Lied GL Nr. 559
    Mein schönste Zier und Kleinod bist
    auf Erden du Herr Jesu Christ,
    dich will ich lassen walten und allezeit
    in Lieb und Leid
    in meinem Herzen halten.
    In diesem Lied kann man sich besonders an der 3. Strophe festmachen:
    Dein Wort ist wahr und trüget nicht
    und hält gewiss was es verspricht
    im Tod und auch im Leben.
    Du bist nun mein und ich bin dein,
    dir hab ich mich ergeben.

  20. Liebe Andrea,
    der Link zu meinem Lieblingslied führt ins …Nichts….heul…
    ob Du das reparieren kannst? Sonst denken die Leute, ich produziere nur 404s.
    Bist Du nicht überrascht, wie toll die Resonanz war?
    Liebe Grüße,
    A.

    • Danke für den Hinweis, hab den Fehler behoben und nun erscheint auch die richtige Seite. Es wäre ja so schade, wenn gerade Ihre Geschichte nicht erscheinen würde, denn Sie ist sicher die berührendste von allen.

      Und ja, ich bin absolut überwältigt von der Resonanz.

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  22. Es gibt so viele Kirchenlieder, die ich sehr mag, und die ich gerne singe.
    Es schwierig, sich für eins zu entscheiden.
    Da ja jetzt der Advent naht, möchte ich zunächst mal das schöne alte Lied
    „Tauet Himmel, den Gerechten “ anführen -GL 801; und mein absolutes Lieblings-Weihnachtslied, das jedes Jahr als erstes in der Christmette gesungen wird…

    “ Heiligste Nacht! Heiligste Nacht !
    Finsternis weichet, es strahlet hernieder
    lieblich und prächtig vom Himmel ein Licht.
    Engel erscheinen, verkünden den Frieden,
    Frieden den Menschen; wer freuet sich nicht!
    Kommet ihr Christen, o kommet geschwind!
    Seht da die Hirten, wie eilig sie sind!
    Eilt mit nach Davids Stadt! Den Gott verheißen hat, liegt dort als Kind“

    Das ist soo schön, – dann ist Weihnachten.

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  26. Mein Lieblingslied im alten Gotteslob ist genau genommen gar kein Lied . Es ist die deutsche Übertragung eines lateinischen Hymnus: „Adoro te devote“ – „Gottheit tief verborgen“ (GL 546).
    Als im 13. Jahrhundert das Fronleichnamsfest eingeführt wurde, bat man den großen Theologen Thomas von Aquin die liturgischen Gesänge zu dichten. Es entstanden 5 beeindruckende Hymnen für das Stundengebet und die Hl. Messe wie die Sequenz „Lauda Sion“ oder das „Pange Lingua“ deren letzten beiden Strophen „Tantum Ergo“ und „Genitori“ heutzutage beim Eucharistischen Segen gesungen werden.

    Der Hymnus „Adoro te devote“ ist meiner Meinung nach der schönste. Er vermag das unbegreifliche Geheimnis der Hingabe Jesu in der Eucharistie in einer wunderbaren Sprache auszudrücken. Für unsere Sinne bleibt der tiefe Sinn der Zeichen verborgen, allein im Glauben erkennen wir die eigentliche Wirklichkeit der gewandelten Hostie. Besonders die letzte Strophe weckt in mir die Hoffnung letztendlich den Herrn in unverhüllter Gestalt erkennen zu dürfen. Daher ist es für mich ein Text, den ich regelmäßig bete, vor allem während der Eucharistischen Anbetung. Auch im neuen Gotteslob ist das „Adoro te devote“ unter der Nr. 497 zu finden.

    Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
    Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
    Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,
    weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.

    Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir,
    doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir.
    Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an;
    er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann.

    Einst am Kreuz verhüllte sich der Gottheit Glanz,
    hier ist auch verborgen deine Menschheit ganz.
    Beide sieht mein Glaube in dem Brote hier;
    wie der Schächer ruf ich, Herr, um Gnad zu dir.

    Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot,
    bet ich dennoch gläubig: „Du mein Herr und Gott!“
    Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
    fester laß die Hoffnung, treu die Liebe sein.

    Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod!
    Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot.
    Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du,
    daß er deine Wonnen koste immerzu.

    Gleich dem Pelikane starbst du, Jesu mein;
    wasch in deinem Blute mich von Sünden rein.
    Schon ein kleiner Tropfen sühnet alle Schuld,
    bringt der ganzen Erde Gottes Heil und Huld.

    Jesus, den verborgen jetzt mein Auge sieht,
    stille mein Verlangen, das mich heiß durchglüht:
    laß die Schleier fallen einst in deinem Licht,
    daß ich selig schaue, Herr, dein Angesicht. Amen.

  27. Kv: Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, mein Gott, getragen von dem Traum, der Leben heißt. Am Ende dieses Weges bist du selber dann das Ziel, du, der das Leben ist. 1. Manchmal werden diesen Weg viele Menschen mit mir geh’n und wir werden Hand in Hand dir entgegen zieh’n. Dann will ich dir, o Gott, ein Loblied singen, dann will ich dir, o Gott, ein Loblied singen. 2. Doch der Weg wird manchmal auch ein Stück durch die Wüste führ’n, und dann ha‘ ich Angst davor, blind mich nur im Kreis zu dreh’n, dann bitt‘ ich dich, o Gott, um Kraft zum Weitergeh’n, dann bitt ich dich, o Gott, um Kraft zum Gehen.

  28. Es gibt schon viele tolle Sachen… kann mich besonderes Philipps Kommentar hier anschließen. Aber: die modernen hinteren Strophen sind zwar für sich genommen immer noch toll, aber es sind halt die noch kraftvolleren, „um sie [Maria] drängt sich zum Straheite die Kriegsschar voll Vertraun“ usw. gestrichen worden.

    Da man aber eins aussuchen muß und nicht zwanzig, wähle ich: „Erde singe, daß es klinge“, GL 852 (wenn ich mich recht erinnere, Diözesanteil München). Und wie bereits angesprochen zum sehr laut singen.

    Ein Lied würde ich sogar noch mehr bevorzugen, nur gibt es das gar nicht. Man nehme den Text von „Gottheit tief verborgen“ (oder alternativ andere Übersetzung, „in Demut bet ich Dich verborgne Gottheit an“ etc.) und singe ihn zur Melodie von „Segne Du Maria“.

    Um noch eins zu nennen: Titel kenn ich jetzt nicht, nummer auch nicht „Halleluja laßt uns singen, denn die Freudähenzeit ist da. Hoch in Lüften laßt erklingen, was im dunklähen Grab geschah. Jesus hat den Tod bezwuhungen und uns allen Sieg erruhungen; halleluja, Jesus leb-th*, Jesus leb-th*, Jesus leb-th*, halleluhujaha Je – sus – lebt.“ usw. [* bei (*) klopft der Sänger einmal auf die Kirchenbank vor ihm.] Schon toll.

    Auch „Gelobt sei Gott im höchsten Thron“ ist toll, besonders wo der Engel den Frauen ganz nüchtern erklärt: „Der Engel sprach, nun fürcht’t euch nicht, denn ich weiß wohl, was euch gebricht: Ihr sucht Jesus. – [Naja, ] den findt ihr nicht. Hallelujahaha, etc.“

    Noch ein Lied außerhalb des Gotteslobes, „Du hast getragen Den, der alles trägt“, eine 700er Nummer im Jubilate Deo, stammt von der Emmanuel-Gemeinschaft. Schon toll.

    Und natürlich will ich Großer Gott wir loben Dich, Fest soll mein Taufbund, Tauet Himmel den Gerechten, Stille Nacht, Nun freut euch ihr Christen, O Licht der wunderbaren Nacht, Der Geist des Herrn, Lobet den Herren und noch ein paar andere. Leider kann man wiederum den besseren Text „Komm Heilger Geist der Leben schafft“ nicht zur besseren Melodie „Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein“ singen.

  29. Hallo.
    Ich hätte eine bitte. Wenn jemand den Text und die Noten von „Du hast getragen den der alles trägt “ hat, vielleicht könnte die mir jemand schicken wenn ihr das Lied kennt. Wurde schon oft in Pöllau gesungen beim Jugendtreffen.
    Lg. Maria

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